Haiti: Krankenhaus Alma Mater

Seit 40 Jahren bewegt Haiti die Herzen der Pullacher Pfarrgemeinde Heilig Geist

Viele spendeten und spenden für das Krankenhaus Alma Mater in Gros Morne, um medizinische Versorgung für Menschen im ärmsten Land der westlichen Welt zu ermöglichen. Ehrenamtliches Engagement, (selbst finanzierte) Reisen nach Haiti, die Firmspendung durch Bischof Emmanuel Constant 2001 in Pullach, Besuche aus Haiti in Pullach u.v.m. halten unsere Partnerschaft mit dem Hopital Alma Mater (HAM) lebendig. Begonnen hat alles mit dem Pullacher Kinderarzt Dr. Koppenleitner in den 1970er Jahren. Unsere ehemaligen Oberministranten Felix Jäger und Martin Salfer waren 2015/2016 mehrere Monate zum Freiwilligendienst vor Ort in Gros Morne. Ihr Engagement trägt die Partnerschaft in die nächste Generation. Danke, dass auch Sie Teil davon sind – oder werden?

Das Hopital Alma Mater

Das Krankenhaus (Hopital) Alma Mater (HAM) im Norden Haitis versorgt die Bevölkerung des Landkreises Gros Morne mit rund 164.000 Einwohnern. Die Patienten werden von der Krankenhausambulanz und anderen Gesundheitsstationen in der Umgebung eingewiesen.
Heute stehen in der Abteilung Innere Medizin, Chirurgie, Kinder- und Geburtshilfe ca. 60 Betten zur Verfügung. Die Patienten werden von ca. 15 Ärzten und ca. 40 Krankenschwestern versorgt. Mit einer eigenen Abteilung für Gemeindemedizin engagiert sich das Krankenhaus in der Gesundheitsaufklärung und Prävention von Krankheiten, besonders von AIDS.
Der haitianische Staat beteiligt sich kaum an den Ausgaben des Krankenhauses und mehr ist auch in Zukunft nicht zu erwarten. Deshalb sind private Initiativen aus dem Ausland besonders wichtig. Unabhängig von politischen Krisen ermöglichen sie es, wichtige soziale Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen aufrechtzuerhalten.

Krankenwagen im Innenhof des Krankenhauses

Warum gerade Haiti?

Der persönliche Einsatz des Pullacher Kinderarztes Dr. Koppenleitner, der viele Jahre in Haiti arbeitete, brachte den Stein ins Rollen. 1981 haben wir als Pfarrgemeinde Heilig Geist Pullach die Partnerschafts-Gründungsurkunde unterzeichnet und uns verpflichtet, durch einen vierteljährlichen Beitrag die Gehaltszahlungen des medizinischen Personals im Krankenhaus Alma Mater in Gros Morne sicherzustellen. Zu diesem Wort stehen wir seit bald 40 Jahren. Aber noch mehr ist gewachsen, nämlich gegenseitiges Verständnis – durch persönliche Kontakte, gegenseitige Besuche und schnelle, direkte Kommunikation seit einigen Jahren.

Partnerschafts-Gründungsurkunde vom 29. November 1981

Wie helfen wir?

Mit Ihren Spenden leisten wir pro Quartal 10.000 € für die Gehaltszahlungen der Ärzte und des Pflegepersonals des Hopital Alma Mater (HAM). Aufgrund der verlässlichen Gehaltszahlungen – in Haiti keine Selbstverständlichkeit – kann das HAM gutes Personal bekommen und auch halten. So trugen Ihre Spenden dazu bei, dass das Krankenhaus 2019 und 2020 wieder 24 Stunden am Tag für die 164.000 Einwohner von Gros Morne einsatzbereit war.

In besonderen Notlagen versuchen wir darüberhinaus Unterstützung zu leisten, wie jetzt während der Pandemie mit Schutzmasken.

Damit das so bleibt, bitten wir Sie um Ihre Spende, einmalig oder per Dauerauftrag – egal in welcher Höhe. Jeder Euro hilft. Für jede Unterstützung: Vergelt’s Gott!

Ihre Spende wirkt

Das Krankenhaus war 2019 und 2020 als einziges Krankenhaus wieder 24 Stunden am Tag für alle 164.000 Einwohner von Gros Morne erreichbar.
Wir arbeiten effektiv, sicher und transparent. Aufgrund der Zusammenarbeit mit MISEREOR beim internationalen Geldtransfer entstehen nur minimale Kosten für die sichere Übermittlung der vierteljährlichen Zahlungen nach Haiti. Jeder Zahlungseingang wird uns vom Hopital Alma Mater bestätigt. So stellen wir sicher, dass Ihre Geldspende zu 100 % ankommt. Die Koordination wird ehrenamtlich geleistet.

Aktuelles

Zusätzlich zu den vierteljährlichen Gehaltszahlungen haben wir seit Ausbruch der Corona-Pandemie dreimal dringend benötigte FFP2-/KN95-Schutzmasken besorgt und per UPS bzw. DHL nach Haiti geschickt. Die letzte Lieferung ist Ende März 2021 eingetroffen, gerade rechtzeitig, denn der Bestand an Masken war aufgebraucht. In einem Krankenhaus. Während einer Pandemie. Dank Ihrer Spenden konnten wir gleich eine dritte Sendung hinterherschicken mit weiteren 950 FFP2-Masken. Masken retten Leben!

40 Jahre Partnerschaft 2021

Ende 2021 blicken wir auf 40 Jahre segensreiche Partnerschaft mit dem Hopital Alma Mater zurück. Allein in den letzten 10 Jahren wurden fast 500.000 Euro an Spenden zur Sicherung der Gesundheitsversorgung vor Ort bereitgestellt. Das Haiti-Team überlegt bereits, wie wir dieses Jubiläum begehen werden. Erst kürzlich erreichte uns ein Hilferuf aus dem Hopital, dass seit einem Jahr das einzige Röntgengerät irreparabel defekt ist und ersetzt werden muss (Kosten ca. 40.000 Euro). 40 Jahre … 40.000 Euro …

30 Jahre Partnerschaft im Jahr 2011

Schauen Sie sich alte Bilder und Kartenmaterial zur Lage des Hopital Alma Mater an: Anlässlich des 30-jährigen Bestehens unserer Partnerschaft im Jahr 2011 hat Dr. Hubert Jäger eine kleine Geschichte unserer Partnerschaft zusammengestellt (44 MB).

Wie können Sie helfen?

Spendenkonto
Katholische Kirchenstiftung Heilig Geist Pullach
Verwendungszweck: Spende Haiti
IBAN DE81 7509 0300 0002 1393 59
BIC GENODEF1M05 (LIGA Bank eG)

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Bitte geben Sie bei Verwendungszweck „Spende Haiti“ bzw. „Spende Masken Haiti“ (wenn Sie speziell für Masken spenden möchten) und in der Betreffzeile Ihre vollständige Anschrift an. Bei Beträgen über 200 Euro erhalten Sie von der Kath. Kirchenstiftung Heilig Geist Pullach eine Spendenquittung. Bei Beträgen unter 200 Euro genügt Ihr Kontoauszug als Beleg für die Steuererklärung.

Sie spenden bereits?

Vielen Dank – bitte bleiben Sie Haiti treu! Und erzählen Sie gern anderen von unserer Partnerschaft.

Haiti-Spardose für Schlafmünzen und Euros

In der Pfarrkirche Heilig Geist finden Sie Haiti-Spardosen für Schlafmünzen (D-Mark und Urlaubsdevisen) und Euros. Die Spardosen können Sie kostenlos mitnehmen. Wir freuen uns, wenn Sie diese befüllt im Pfarrbüro abgeben. Ab dort sorgen fleißige Ehrenamtliche für das Sortieren der Schlafmünzen und verwerten diese auf allen möglichen Kanälen, so dass Ihre Spende Haiti zugute kommt. Details finden Sie auch auf den Spardosen.

Regelmäßig spenden

Ihre monatliche Spende per Dauerauftrag gibt Sicherheit für die Kontinuität der Gehaltszahlungen. Ob 10 Euro, 20 Euro oder 50 Euro im Monat – jeder Betrag hilft! Den SEPA-Vordruck für regelmäßige Spenden finden Sie hier. Selbstverständlich können diese jederzeit form- und fristlos geändert oder beendet werden. Zu Jahresbeginn erhalten Dauerspender unaufgefordert eine Spendenbestätigung für das vergangene Jahr.

Spenden aus festlichem Anlass

Sind Sie bei der Frage „Was wünschst Du Dir denn zum Geburtstag?“ auch um eine Antwort verlegen, weil Sie im Prinzip schon alles haben? Haben Sie das Bedürfnis, Ihre nächste große Feier – egal ob Firmenjubiläum, Silberhochzeit oder Nachbarschaftsfest – einem guten Zweck zu widmen?
An dieser Stelle herzlichen Dank an die Geburtstagskinder, die statt Geschenken um Spenden für das Krankenhaus bitten.

Spenden im Trauerfall

Es kann tröstlich sein, in der Trauer neue Hoffnung zu säen, zum Beispiel mit einer Spende anlässlich der Trauerfeier. Hinterbliebene können an Stelle von Blumen oder Kränzen um Spenden für Haiti bitten.

Mithelfen bei Aktionen zugunsten von Haiti

Ob beim Organisieren, Post austragen, Bericht übersetzen, am Verkaufsstand, beim Binden der Palmbuschen oder …
Wir freuen uns immer über helfende Hände und neue Ideen!
Ansprechpartner: Martin Salfer, martin.salfer.pullach@freenet.de

Aktionen zugunsten von Haiti

  • Januar: Christbaum-Jäger
  • Fastenzeit: Palmbuschenbinden und Ostermarkt
  • Palmsonntag und am 1. Adventssonntag: Fairtrade-Waren-Verkauf
  • Dezember: Nikolaus-Aktion der Pfarrjugend
  • Dezember: Haiti-Kalender
  • Haiti-Sonntagskollekte
  • Verkauf von Handarbeiten aus Haiti
  • Spardosen: Schlafmünzen-Aktion (D-Mark und Urlaubs-Rest-Devisen)
  • Sonder-Aktionen für FFP2-Masken
  • Projekte im Rahmen der Firmvorbereitung
  • Künstlerauftritte im Pfarrheim (Jörg Baeseke und Hedwig Rost)

Auf dem Laufenden bleiben

Jahresbericht

Jedes Jahr im Februar bekommen wir einen Bericht aus Haiti zum abgelaufenen Jahr. Wie ist die politische und wirtschaftliche Lage? Wie ist es dem Krankenhaus ergangen? Welche Projekte stehen an? Diesen Bericht übersetzen wir und veröffentlichen ihn.
– Als PDF zum Download hier auf der Website.
– Per E-Mail an den Haiti-Verteiler.
– Dauerspender erhalten einen Ausdruck zugestellt.
– Ausdrucke liegen in der Pfarrkirche zum Mitnehmen aus.
– Eine Zusammenfassung wird im Oster-Pfarrbrief veröffentlicht.
Hier finden Sie die Jahresberichte zum Nachlesen als Download im PDF-Format. 

Pullacher Haiti-Telegram-Kanal

Auf unserem Telegram-Kanal erhalten Sie alle Neuigkeiten zu Haiti auf Ihr Smartphone.
Treten Sie bei: https://t.me/joinchat/R8rB1LsmrWO_4SKn

Im Web

Website des Hopital Alma Mater: https://www.hopitalalmamater.org/
Facebook-Account des Hopital Alma Mater: https://www.facebook.com/almamaterhospital
Vant Bèf Info – Actualités d’Haïti | Politique, Economie, Sécurite, International, Sport, Société: https://vantbefinfo.com/haiti/
Artikel im Münchener Merkur zu 30 Jahren Partnerrschaft mit Haiti im Jahr 2011: https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/jahre-partnerschaft-alma-mater-1266941.html

Zeittafel

1967Errichtung einer Krankenstation durch einen deutscher Missionspater
1968 bis 1972 Ausbau zu einem kleinen Krankenhaus mit 40 Betten mit Hilfe von Misereor
1972 bis 1979Mitarbeit deutscher Krankenschwestern und Ärzte , unter ihnen der Pullacher Kinderarzt Dr. Koppenleitner 
ab 1975Weiterer Ausbau des Krankenhauses durch Dr. Koppenleitner in Zusammenarbeit mit dem Hilfswerk Misereor
1980Übernahme der Leitung des Krankenhauses durch haitianische Fachkräfte unter Mithilfe US-amerikanischer Ordensfrauen. Träger ist die Diözese-Caritas mit Sitz im 35 km entfernten Gonaives.
1981Beginn der Partnerschaft unserer Pfarrei mit dem Hopital Alma Mater durch Initiative des in Pullach lebenden Kinderarztes Dr. Reinhard Koppenleitner
 27.11.1981 Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
1998 bis 2001Umfassende Renovierung des Krankenhauses inkl. Bau und Einrichtung eines neuen Operationstrakts
2001Reise von Viola Löflath und Arnulf Mallach nach Gros Morne
2004Hurrican Jeanne richtet auch in der Umgebung des Krankenhauses große Zerstörungen an 
200120 Jahre Partnerschaft: Pullacher Bausteine über die Erweiterung des Krankenhauses
Bischof Emmanuel Constant (1928–2009) spendet die Firmung in Pullach  
2007Kooperation mit Miseror startet
2008Baubeginn Schwesternhaus, Spendensonderaktion in Pullach
2010Reise von Dr. Joseph Ndogmo, Arnulf Mallach und Günter Heim nach Gros Morne
2010Erdbeben und Cholera-Epidemie
201130 Jahre Partnerschaft: Besuch von Sr. Jaqueline Picard (Verwaltungsrat) und Pater Willner (Pfarrer von Gros Morne und Leiter Verwaltungsrat) in Pullach
2015Französisches Rotes Kreuz schickt Schwesternschülerinen zur Unterstützung und Ausbildung
2015 bis 2016Felix Jäger und Martin Salfer für 3 Monate als Volunteers im Hopital Alma Mater
2017Besuch der amerikanischen Haiti-Volunteers in Pullach
2018Schweres Erdbeben: Teile des Krankenhauses und des Schwesternhauses erheblich beschädigt
2018Besuch von Sr. Jaqueline Picard (Verwaltungsrat) und 2 amerikanischer Haiti-Volunteers in Pullach
2020FFP2-Masken-Soforthilfe-Aktion für klinisches Personal

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