Die 7 Sakramente

Taufe, Ehe und Krankensalbung gehören zu den sieben heiligen Sakramenten der katholischen Kirche. In den Sakramenten wirkt Jesus Christus selbst. Im Folgenden finden Sie nähere Informationen zu den einzelnen Sakramenten.

  • Taufe
  • Eucharistie
  • Firmung
  • Versöhnung (Buße/Beichte)
  • Ehe
  • Weihe
  • Krankensalbung

Sakrament der Taufe

In der Taufe wird der Mensch in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen und es wird ihm sinnfällig die bedingungslose Liebe und Treue Gottes zugesprochen. Aus dieser Liebe und Treue Gottes zu uns Menschen ergeht die Einladung zu einer christlichen Lebensgestaltung.

Es ist guter Brauch, dass Eltern ihr neugeborenes Kind taufen lassen möchten. Denn sie geben ihrem Kind Anteil an etwas, was für sie selbst wichtig ist, ihr eigener Glaube. Aber die Taufe ist in jedem Lebensjahr möglich. Heranwachsende oder erwachsene Taufbewerber vertiefen in einer Zeit der Vorbereitung, die individuell gehalten wird, ihren eigenen Glauben und verstehen dadurch besser, was die Taufe für sie bedeutet.

Die Feier der Taufe ist in den beiden Pfarreien Heilig Geist Pullach und Hl. Dreifaltigkeit Großhesselohe sonntags nach der Feier oder in der Feier der Gottesdienste möglich.

Wenn Sie die Taufe für sich oder für Ihr Kind wünschen, dann melden Sie sich einfach im Pfarrbüro oder unter Tel. 089 793 68 60. Der Seelsorger vereinbart mit Ihnen einen Termin und bespricht mit Ihnen alles, was für Sie wichtig ist.

Weiterführende Informationen zur Taufe und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

Sakrament der Eucharistie

In der Eucharistie erfüllt die Kirche den Auftrag Jesu Christi, den er seinen Jüngern beim letzten Abendmahl gab.

Beim letzten Abendmahl nahm Jesus Brot, dankte Gott und sprach: “Das ist mein Leib.” – Das bin ich! Und er nahm Wein, dankte wieder und sagte über dem Kelch “Das ist mein Blut. Tut dies zu meinem Gedächtnis.”

Die Heilige Messe – so wird die Eucharistie genannt – ist Gedächtnisfeier an Tod und Auferstehung Jesu. In dieser Feier haben die Getauften und Gefirmten Gemeinschaft mit Jesus Christus. Diese Gemeinschaft findet ihren Ausdruck im gemeinsamen Mahlhalten und im Empfang des Leibes Christi in Form der Kommunion.

Kommunion heißt “Gemeinschaft”. In der Eucharistie wird die Gemeinschaft zur Kirche. Beim Empfang der Heiligen Kommunion wird das Zeugnis abgelegt, zu Jesus Christus zu gehören und das Leben durch seine Botschaft prägen zu lassen. Die Eucharistie ist vor allem ein österliches Zeichen. In der Auferstehung Jesu Christi ist der Tod besiegt und die Perspektive der Gläubigen vorgegeben: Ein Leben bei Gott in Ewigkeit.

Jesus ist immer bei dem Menschen, der an ihn glaubt und der die Gemeinschaft mit ihm will. In der Feier der Eucharistie wird diese Gemeinschaft eingeübt und vollzogen. 

Die Erstkommunion ist der Beginn des Einübens und der wöchentlichen Gemeinschaftspflege mit Jesus und allen Getauften und Gefirmten.

Weiterführende Informationen zur Eucharistie und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

Sakrament der Firmung

Durch das Sakrament der Firmung wird das Geschehen der Taufe weitergeführt. Die Verbundenheit mit der Gemeinschaft wird größer und der versprochene Heilige Geist nimmt den Gefirmten in die Pflicht, sich in der Öffentlichkeit zu Jesus Christus zu bekennen. Die Firmung soll die Beziehung zu Jesus Christus stärken und den Menschen vor die bewusste Entscheidung stellen: „Will ich ein Kind Gottes sein und so leben, wie Jesus es vorgelebt hat?“

Die Firmung wird in unserem Pfarrverband alle zwei Jahre gespendet, i.d.R. für Jugendliche, die in die 7. und 8. Klasse gehen. Sie werden aufgerufen, sich zur Firmung aktiv anzumelden. 2022 feiern wir wieder Firmung im Pfarrverband.

Ansprechpartner für die Firmung: Pastoralreferent Gerhard Wachinger, Tel. 089 793 68 614, E-Mail gwachinger@ebmuc.de

Weiterführende Informationen zur Firmung und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der

Weiterführende Informationen zur Firmung und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

Sakrament der Versöhnung (Buße/Beichte)

Dieses Sakrament kann verstanden werden vor dem Hintergrund des biblischen Menschenbildes: Der Mensch ist Geschöpf Gottes. Und Ausdruck der Liebe Gottes zu seinem Geschöpf ist Freiheit. In dieser Freiheit wendet sich der Mensch von Gott ab. Der Mensch will sein Leben nach eigenen und selbstgemachten Maßstäben gestalten und gerät dadurch in Versuchung, sich von Gott zu trennen, sich von ihm abzusondern. Von diesem Wort “absondern” ist das Wort “Sünde” abgeleitet. Sünde ist überall dort und immer dann, wenn der Mensch nicht danach fragt, was Gott für ihn will und wenn er dem fürsorgenden und Leben ermöglichenden Wort Gottes misstraut. Das versöhnende Gespräch mit einem Priester, Beichte genannt, will ermöglichen, diesen Sünden im eigenen Leben erst einmal auf die Spur kommen.

In der persönlichen Zuwendung und dem ermutigenden Wort des Priesters erfahren die Beichtenden die unbegrenzte und bedingungslose Liebe Gottes.

An jedem Samstag (außer dem 1. Samstag im Monat) besteht in der Sebastianskapelle in der Pfarrkirche Heilig Geist Pullach von 17.00 Uhr bis 17.30 Uhr die Möglichkeit zu solch einem versöhnenden Gespräch, das die Seele heilen und den Menschen aufrichten will.

Weiterführende Informationen zur Beichte und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

Sakrament der Ehe

Mit dem gegenseitigen Versprechen vor dem Priester, den Trauzeugen und der Gemeinde spenden sich die Brautleute das Ehesakrament gegenseitig. Mann und Frau versprechen, einander in guten und in schlechten Tagen die Treue zu halten, bis dass der Tod sie scheidet. Sie gründen damit den sakramentalen Bund der Ehe und stiften untereinander eine Gemeinschaft für das ganze Leben. Der Priester erteilt der Ehe den kirchlichen Segen. Als siebtes Sakrament wird auch die Ehe als Sakrament für den Dienst an der Gemeinschaft verstanden. Die katholischen Eheleute haben die Sendung, zum Aufbau der Kirche beizutragen.

Voraussetzungen für eine kirchliche Trauung

  • Mann und die Frau müssen ledig oder verwitwet sein.
  • Die Brautleute müssen bereit sein, die vier Grundinhalte des katholischen Eheverständnisses zu bejahen: die Unauflöslichkeit der Ehe, die Bereitschaft zur Nachkommenschaft, die gegenseitige Treue und die Sakramentalität der Ehe. Mit der Sakramentalität der Ehe ist gemeint, dass Mann und Frau ihre Liebe als ein Geschenk Gottes sehen und ihre eheliche Gemeinschaft als Gemeinschaft mit Gott in der Gesellschaft und in der Kirche bezeugen.
  • Es müssen zwei Trauzeugen benannt werden. Es ist nicht erforderlich, dass diese katholisch sind.

Stammen die Brautleute aus unterschiedlichen Konfessionen, steht die Entscheidung an, in welcher Kirche die Trauung stattfinden soll. Der Pfarrer der anderen Kirche ist dann bei der Feier anwesend.

Zur Vorbereitung vereinbaren Sie bitte den Termin für das Traugespräch mit Pfarrer Wolfgang Fluck. Während der Vorbereitung können Sie alle Ihre persönlichen Fragen mit Pfarrer Fluck erörtern. Kontakt über das Pfarrbüro oder unter Tel. 089 793 68 60.

Vorbereitung zur Ehe

Es lohnt, sich vor einer so weitreichenden Entscheidung Zeit zu nehmen, um genau „hinzusehen“ und die Paarbeziehung noch einmal auf den Prüfstand zu stellen. Dafür gibt es hier ein paar Hilfestellungen:

Weiterführende Informationen zur Ehe und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

Sakrament der Krankensalbung

In der Krankheit erfährt der Mensch seine Ohnmacht, seine Grenzen und seine Endlichkeit. Krankheit kann zu Angst und Rückzug auf sich selbst, auch zu Verzweiflung und zu Auflehnung gegen Gott führen. Jesus weiß um diese Dimensionen des menschlichen Lebens und gibt deshalb Kranken und ihrer Heilung eine besondere Stellung in seiner Botschaft.

Durch Jesus heilt Gott den Menschen. Diese Heilung hat zwei Seiten: Der Kranke gesundet an Leib und Seele. Und der Glaube an Gott und seine Güte hat immer belebende Wirkung und lässt den Menschen in jeder Lebenssituation reifen.

Die Krankensalbung ist nicht nur das Sakrament derer, die sich in äußerster Lebensgefahr befinden. Die Krankensalbung empfangen kann jeder Mensch, der die körperliche und seelische Befindlichkeit als Grenzsituation erlebt. Das Sakrament hilft, in dem Glauben zu wachsen, dass Gott in jeder Situation des Lebens gegenwärtig ist und den Menschen hält.

Da Sakramente für das Leben sind, sollte frühzeitig ein Termin beim Pfarrer vereinbart werden.

Weiterführende Informationen zur Krankensalbung und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

Sakrament der Weihe zum Diakon, Priester und Bischof

Das Weihesakrament ist begründet im Dienst an der Gemeinschaft. In ihm wird das weitergeführt, was Jesus seinen Aposteln aufgetragen hat: “Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe!” (Matthäus 10,7).

Voraussetzung für den Empfang der Weihe ist die Berufung durch Gott. Der Bischof hat das Recht und die Verantwortung, jemanden zum Empfang der Weihe zuzulassen. Der Geweihte zeigt durch seine Lebensform und seinen Lebensstil, dass er sein ganzes Leben auf den Dienst für Gott und den Menschen hin ordnet. Somit ist er ganz frei, das Evangelium zu verkünden, Notleidenden zu helfen und Gottesdienst zu feiern
(1. Korintherbrief 7,32–35).

Wer Interesse am Beruf des Diakons oder Priesters hat, kann sich bei Pfarrer Fluck melden oder im Priesterseminar München anfragen.

Weiterführende Informationen zur Weihe und allen anderen Sakramenten finden Sie auf der Website des Erzbistums München und Freising.

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