Seelsorgskonzept

Grundlinien eines Konzepts für Seelsorge im Pfarrverband Pullach-Großhesselohe

Zum Pfarrverband Pullach-Großhesselohe gehören die beiden Pfarreien Hl. Geist und Hl. Dreifaltigkeit. Das Gebiet des Pfarrverbands deckt sich mit dem Gebiet der Gemeinde Pullach im Isartal. Die Gemeinde zählt fast 8.900 Einwohner. Zum Jahresende 2014 lebten im Pfarrgebiet Hl. Geist 2.819 Katholiken und im Pfarrgebiet Hl. Dreifaltigkeit 647 Katholiken. In beiden Pfarreien lebt im Vergleich zur Region München ein höherer Anteil an jungen Familien und an Kindern und Jugendlichen, aber auch ein höherer Anteil an Katholiken über 65 Jahre. Die mittleren Altersgruppen sind im Vergleich zur Region München unterrepräsentiert.
Im Pfarrverband befinden sich in kirchlicher Trägerschaft ein Kindergarten der Caritas und ein Kindergarten (zwei Gruppen) in Trägerschaft der Kirchenstiftung Hl. Geist. Ebenso im Pfarrgebiet angesiedelt sind die Erzbischöflichen Pater-Rupert-Mayer Schulen mit Kindergarten, Volksschule, Realschule, Gymnasium und Tagesheimschulen. In den beiden Seniorenheimen Haus Georg (Kursana) und Haus am Wiesenweg (Gemeinnützige Paritätische Altenhilfe) wird die seelsorgliche Begleitung durch Seelsorger der evangelischen und der katholischen Kirche wahrgenommen. Im Pfarrverband lebt und wirkt eine aus sechs Ordensschwestern bestehende Gemeinschaft der Kongregation der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter.

Feier der Sakramente und Sakramentalien

1) Eucharistie und Gottesdienste

Die sonntägliche Feier der Eucharistie wird in beiden Pfarrgemeinden gehalten, so dass neben der Vorabendmesse jeweils ein Gottesdienst in Hl. Dreifaltigkeit und ein Gottesdienst in Hl. Geist gehalten werden.
Werktags ist Gelegenheit zur Feier der Eucharistie an verschiedenen Orten im Pfarrverband: Hl. Geist (Sebastianskapelle), Hl. Dreifaltigkeit, Kapelle der Ordensschwestern, Alte Heilig Geist Kirche. Die wöchentliche Eucharistiefeier in der Alten Heilig Geist Kirche bringt ins Bewusstsein die jahrhundertlange Geschichte christlicher Gemeinde in Pullach.
In den beiden Seniorenheimen wird die Eucharistie in der Regel je ein Mal monatlich gefeiert, aber es findet wöchentlich in beiden Seniorenheimen ein Wortgottesdienst (katholisch oder evangelisch) statt.
In den geprägten Zeiten und bei Hochfesten werden die Zahl der Gottesdienst und die Zeiten in Absprache mit den Pfarrgemeinderäten und im Pfarrverbandsrat angepasst.
In Abwesenheit des Priesters besteht die Möglichkeit, an Stelle der Eucharistiefeier werktags einen Wortgottesdienst zu halten. Die Feier der Wortgottesdienste wird von Gemeindemitgliedern übernommen.
Für Familien mit Kindern halten wir in regelmäßigen Abständen sonntags Gottesdienste in Hl. Geist. Kinder können dabei einen Wortgottesdienst im Pfarrheim feiern. Die Eltern haben die Möglichkeit, zu dieser Zeit an der sonntäglichen Eucharistiefeier teilzunehmen. In Absprache mit dem Kinder- und Familiengottesdienstkreis halten wir eigens vorbereitete Familiengottesdienste in regelmäßigen Abständen in der Pfarrkirche Hl. Geist und Hl. Dreifaltigkeit. Für die Vorbereitung dieser Gottesdienste sind Mitglieder des Kinder- und Familiengottesdienstkreises und die hauptamtlichen Seeslsorger zuständig.
Besonders in den sonntäglichen Gottesdiensten sowie in den Gottesdiensten zu Hochfesten sind die liturgischen Dienste, die Ministranten, Lektoren und Kommunionhelfer im Einsatz. Die beiden Kirchenchöre wirken regelmäßig bei der schönen Gestaltung der Liturgie mit. Die Kirchenmusik liegt für den ganzen Pfarrverband in den Händen eines hauptamtlichen Kirchenmusikers. Der Kirchenmusiker übernimmt die Vorbereitung und Gestaltung der Vesper zu bestimmten Zeiten (Fastenzeit, Advent, Weihnachtszeit).

2) Taufen

Bei Taufen von Kindern unter 7 Jahren wenden sich die Eltern an das Pfarramt. Ein Gespräch findet statt mit dem Priester oder Diakon, der die Taufe hält.
Gegenstand des Gesprächs ist das Anliegen der Eltern, ihre Fragen und Wünsche. Ebenso informiert der Seelsorger über die Grundlagen der Tauffeier. Im Taufgespräch wird auch versucht eine Lösung für auftretende Schwierigkeiten (z.B. Fragen bzgl. Patenschaft) zu finden. Es wird ein Tauftermin vereinbart. Das Sakrament der Taufe wird grundsätzlich an einem Sonntag gespendet. Hier haben die Eltern die Wahl, ob die Tauffeier im Rahmen der sonntäglichen Eucharistiefeier oder im Anschluss an die Eucharistiefeier gehalten werden soll.
Bei Taufen von Kindern über 7 Jahren ist dieselbe Vorgehensweise wie oben beschrieben. Hinzu kommt, dass wir mit den Eltern individuell abgestimmt einen katechumenalen Weg zur Taufe gehen. Dies kann in der Art sein, dass die Eltern zu Hause mit Unterstützung durch den Seelsorger eine kindgerechte Vorbereitung mit ihrem Kind machen.
Bei Anfragen zur Taufe von Jugendlichen und Erwachsenen gehen wir einen katechumenalen Weg, ggfls. mit Hilfe der Fachstelle für Glaubensorientierung in München.
Das Sakrament der Taufe wird ausschließlich in den beiden Pfarrkirchen Hl. Geist und Hl. Dreifaltigkeit gespendet.
 

3) Erstkommunion

Die Feier der Erstkommunion findet im Pfarrverband in beiden Kirchen, Hl. Geist und Hl. Dreifaltigkeit statt(ca.35 Kommunionkinder im Pfarrverband). Die Termine für die Erstkommunionfeiern werden jeweils zu Beginn des neuen Pastoraljahres, also nach den Sommerferien, für das nächste Jahr festgelegt und, soweit möglich, den Eltern mitgeteilt.
Die Vorbereitung auf die Erstkommunion wird in kleinen Gruppen mit Begleitung von ehrenamtlichen Helfern, vorzugsweise aus den Reihen der Eltern, gehalten. Die Vorbereitung umfasst fünf bis sechs Gruppenstunden zu jeweils 1 ½ Stunden, eine Einheit an einem Samstagvormittag (Feier der Versöhnung) und die Stellprobe unmittelbar vor der Feier der Erstkommunion. Teil des Konzepts sind auch zwei Elternabende, einer vor Beginn des Erstkommunionkurses und ein Elternabend während des Kommunionkurses. Beim ersten Elternabend wird das Konzept des Kommunionkurses vorgestellt, und der zweite Elternabend hat eine thematische Ausrichtung (z.B. Versöhnung, Mahl halten – Gottesdienst – Eucharistie). Die Elternabende bieten die Möglichkeit miteinander ins Gespräch zu kommen und die Eltern mit in die Vorbereitung auf die Kommunionfeier einzubeziehen. Nach der Feier der Erstkommunion findet ein Kommunionausflug statt, zu dem auch die ehrenamtlichen Begleiter und Begleiterinnen eingeladen sind.
Während der gesamten Zeit der Vorbereitung sind die Kinder mit den Eltern eingeladen zur Mitfeier der sonntäglichen Gottesdienste.
Für Organisation und Konzept des Kommunionkurses ist ein hauptamtlicher Seelsorger verantwortlich.
 

4) Sakrament der Firmung

Die Feier der Firmung findet alle zwei Jahre in der Pfarrkirche Hl. Geist für alle Firmlinge eines Jahrgangs aus dem Pfarrverband statt (ca. 50-60 Firmlinge im Pfarrverband). Das Konzept wird von einem hauptamtlichen Seelsorger ausgearbeitet.
Wir wollen in der Vorbereitung auf die Firmung an die Lebenswelt der Jugendlichen anknüpfen und arbeiten mit den Erkenntnissen und Methoden der kirchlichen Jugendarbeit.  Bestandteil im Firmkurs 2016 sind ein Elternabend, ein Informationsnachmittag für alle Firmlinge und Exkursionen, bei denen die Jugendlichen sich zwischen vier Angeboten entscheiden dürfen. Des Weiteren werden die Firmlinge einbezogen in die Angebote der Pfarrjugend im Pfarrverband, z. B. Jugendkreuzweg und in interessante Angebote im Pfarrverband (z.B. Bibelausstellung „Expedition Bibel“). Drei Gruppenstunden gehören zum Weg auf den Höhepunkt der Vorbereitung: ein Wochenende im Aktionszentrum Benediktbeuern. Teil der Vorbereitung ist auch eine Feier der Versöhnung, die Firmbeichte. Die Vorbereitung auf die Firmung geschieht in den Gruppenstunden in kleinen Gruppen, die von ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Auch die Exkursionen werden von ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet. Während der gesamten Zeit der Vorbereitung auf die Firmung sind die Jugendlichen eingeladen zur Mitfeier insbesondere der sonntäglichen Gottesdienste.
 

5) Sakrament der Ehe

Trauungen innerhalb des Pfarrverbandes sind in den beiden Pfarrkirchen sowie in der Alten Heilig Geist Kirche möglich.
Für die Vorbereitung der Trauung ist der Pfarrer/Diakon am Wohnort, in dem Braut oder Bräutigam ihren Wohnsitz haben zuständig. In Absprache mit dem ordentlich zuständigen Seelsorger übernimmt der Pfarrer des Pfarrverbands Pullach-Großhesselohe auch bei Brautleuten von auswärts die Formalitäten (z.B. Erstellen des Ehevorbereitungsprotokolls) zur Vorbereitung auf die Trauung im Pfarrverband.
Bei auswärtigen Trauungen von Brautleuten, die ihren Wohnsitz im Pfarrverband haben, helfen die Seelsorger des Pfarrverbands bei der Suche nach einem Trauungspriester bzw. Trauungsdiakons oder der Pfarrer des Pfarrverbands Pullach-Großhesselohe hält die Trauung auch auswärts im Bereich des ihm Möglichen (Wegstrecke!).
Wenden sich Brautleute von auswärts an das Pfarramt von Pullach-Großhesselohe in Unkenntnis der territorialen Zuständigkeit, so fühlen wir ns verantwortlich, den Kontakt zu dem tatsächlich zuständigen Pfarramt herzustellen und zu vermitteln.
Bei allen Trauungen, die innerhalb der Zuständigkeit der Seelsorge des Pfarrverbands Pullach-Großhesselohe fallen, wird die Vorbereitung auf den Traugottesdienst in Absprache mit den Brautleuten gehalten. Wir gehen wohlwollend auf die Wünsche der Brautleute ein und berücksichtigen deren Wünsche nach Möglichkeit. Dabei helfen wir den Brautleuten, dass die liturgische Feier der Hochzeit in würdiger und stimmiger Weise erfolgt. Dies gilt bei der Klärung der Frage ob Wortgottesdienst oder Eucharistie gefeiert werden soll ebenso wie bei der Frage nach der Liedauswahl während des Gottesdienstes.
 

6) Sakrament der Krankensalbung

Krankensalbungen werden auf Anfrage gespendet. Dies gilt auch für die beiden Seniorenheime. Die Erreichbarkeit der Seelsorge ist so organisiert, dass im Notfall möglichst schnell reagiert werden kann. Die Krankensalbung geschieht nach Möglichkeit mit Einbeziehung von Angehörigen, Freunden und Wegbegleitern des Kranken. Eigene Gottesdienste innerhalb derer das Sakrament der Krankensalbung gespendet wird finden nicht statt.
 

7) Trauerfälle, Beerdigungen, Verabschiedungen

Bei Trauerfällen wenden sich die Angehörigen an das Pfarramt. Es findet ein Treffen von Angehörigen mit dem für Beerdigung oder Verabschiedung zuständigen Seelsorger statt. Hier besteht neben der Vorbereitung auf den Trauergottesdienst die Möglichkeit der seelsorglichen Unterstützung der Angehörigen. Dem Wunsch der Angehörigen nach der Feier der Eucharistie vor der Beerdigung oder Verabschiedung wird entsprochen.  Für Beerdigungen oder Urnenbeisetzungen innerhalb des Landkreises und der Stadt München ist die Seelsorge des Pfarrverbands Pullach-Großhesselohe zuständig.
 

Gremien
Die Pfarrgemeinderäte in Hl. Geist und Hl. Dreifaltigkeit treffen sich in regelmäßigen Abständen zu getrennten Sitzungen. Bei Bedarf finden gemeinsame Sitzungen statt. Im Pfarrverbandsrat werden Themen behandelt, die den Pfarrverband betreffen, z.B. Fronleichnamsprozession, Gottesdienstordnung. Die Pfarrgemeinderäte geben dem Gemeindeleben und der Seelsorge wichtige Impulse. Wichtig ist das vertrauensvolle, sachliche und von gegenseitiger Sympathie getragene Miteinander von hauptamtlichen Seelsorgern und ehrenamtlichen Mitgliedern der Pfarrgemeinderäte. Aus dieser Haltung erwachsen das Bewusstsein gemeinsamer Verantwortung und der Wille, die Entscheidungen der Pfarrgemeinderäte mitzutragen und wohlwollend umzusetzen.
Die beiden Pfarreien haben zwei Kirchenverwaltungen. Es gibt noch keinen Kooperationsvertrag. Die Sitzungen der Kirchenverwaltungen sind getrennt für jede Pfarrei. Entscheidungen der Kirchenverwaltungen gehen umfassende Beratungen und ggfls. Diskussionen voraus. Wichtig ist die eine gute Informationsgrundlage für alle Mitglieder. Dies kann ggfls. eingefordert werden. Entscheidungen der Kirchenverwaltungen werden von allen Mitgliedern mitgetragen. Für die Arbeit in den Kirchenverwaltungen gilt, was oben für die Pfarrgemeinderäte gesagt wurde: eine vertrauensvolle, sachliche und von gegenseitiger Sympathie geprägte Haltung ist unumgänglich.

Kinder und Jugendarbeit
In beiden Pfarreien des Pfarrverbands bestehen zwei Ministrantengruppen, in Hl. Geist 38 Ministranten und in Hl. Dreifaltigkeit 12 Ministranten. Zur schönen Gestaltung der Liturgie halten wir Ministrantenproben. Die Oberministranten teilen die Ministranten für die liturgischen Dienste ein und erstellen die Ministrantenpläne. Es finden regelmäßige Besprechungen zwischen Oberministranten und Pfarrer statt. Dort werden u.a. gemeinsame Aktionen besprochen und geplant (z.B. Ausflüge, Ministrantennachmittage). Ein Mal im  Jahr laden wir alle Ministranten zu einem ein- oder mehrtägigen Ausflug ein zur Stärkung der Gemeinschaft. Des Weiteren sind wir vernetzt mit der Jugendstelle des Dekanats Forstenried und nehmen an Veranstaltungen innerhalb des Dekanats teil.
In der Pfarrjugend des Pfarrverbands sind 15 Pfarrjugendleiter und –jugendleiterinnen aktiv. Dieser Kreis trifft sich ein Mal monatlich zur Leiterrunde und wird unterstützt vom für die Jugendarbeit zuständigen Seelsorger des Pfarrverbands und von der Leiterin der katholischen Jugendstelle Forstenried. In der Leiterrunde werden Aktionen besprochen und vorbereitet (z.B. Jugendpfarrbrief, Nikolausaktion, Filmabend, bunter Abend, Tanzkurs, Christbaumschmücken in der Pfarrkirche, Renovierung der Jugendräume, Gruppenstunden mit Kindern usw.). Höhepunkt ist das jährlich stattfindende Zeltlager (1. Ferienwoche im August), das von der Leiterrunde vorbereitet und durchgeführt wird. Alle Leiter verfügen über die notwendige Ausbildung und sonstiger Voraussetzung zur Leitung von Kinder- und Jugendgruppen. Mit Kindern finden während der Woche Gruppenstunden statt. Die Jugendlichen der Pfarrjugend verfügen über eigene Jugendräume, die entsprechend ausgestattet sind. Die Gestaltung dieser Räume liegt in der Verantwortung der Jugendlichen der Leiterrunde in Absprache mit dem zuständigen Seelsorger. Die Jugendräume sind für Zusammenkünfte bis 23.00 Uhr geöffnet. Alkoholische Getränke werden in den Jugendräumen nicht oder nur in Absprache mit dem zuständigen Seelsorger konsumiert.

Junge Familien
Im Pfarrverband gibt es einen Familien- und Kindergottesdienstkreis mit 16 Teilnehmern.  Durch die Gottesdienste speziell vorbereitet entstehen viele Kontakte zu Familien mit und ohne Kinder. Junge Familien mit Kindern sollen erfahren, dass sie in der Feier der Gottesdienste willkommen sind. Dies geschieht durch eine ansprechende und zeitgemäße Form der Feier der Liturgie. Ein Mal im Jahr hält der Familien- und Kindergottesdienstkreis ein Wochenende an einem ausgewählten Ort zu dem auch die Lebenspartner und Kinder der Mitglieder des Kreises eingeladen sind. Das gemeinsame Wochenende dient der Förderung der Gemeinschaft und der Stärkung der je eigenen Ressourcen.

Senioren
Ein Mal im Monat sind die Senioren eingeladen zu einem gemeinsamen Nachmittag. Dort gibt es Gelegenheit zur Begegnung bei Kaffee und Kuchen. Ein thematischer Teil wird eigens Vorbereitet, oft mit einem Referenten. Die Gestaltung dieser Nachmittag obliegt einer Gruppe Frauen aus dem Pfarrverband, dem Seniorenkreis. Von hier aus werden mehrmals  jährlich Ausflüge organisiert. Der zwei Mal im Monat stattfindende Mittagstisch gibt darüberhinaus Gelegenheit sich zu Treffen. Der Mittagstisch wird ebenfalls bereitet von Frauen aus dem Pfarrverband.

Ökumene
Wir pflegen einen regen Kontakt mit der evangelischen Jakobusgemeinde in Pullach. Dies wird sichtbar mehrmals im Jahr bei ökumenischen Begegnungen und bei der Feier von ökumenischen Gottesdiensten. So werden alle Schulgottesdienste ökumenisch gehalten, ebenso die St. Martins-Feier, der Jahresschlussgottesdienst und ein Gottesdienst während der Gebetswoche für die Einheit der Christen. Veranstaltungen im Rahmen der Erwachsenenbildung werden ökumenisch organisiert und finden abwechselnd im Gemeindesaal der Jakobuskirche oder im Pfarrheim Hl. Geist statt. Wir nehmen gegenseitig Anteil an den für die jeweilige Gemeinde wichtigen Ereignissen.

Besuchsdienste und Caritas
Evangelische und katholische Neubürger werden von Mitgliedern des sog. Begrüßungsdienstes nach vorheriger Absprache besucht und begrüßt. Der Besuchsdienst für Neubürger ist ökumenisch und  möchte durch diesen Besuch ein Zeichen der Aufmerksamkeit und Wertschätzung gegenüber den neuen Mitgliedern der Gemeinde setzen.
Senioren werden von Mitgliedern des Besuchskreises anlässlich ihres Geburtstags besucht. Dieser Besuchskreis ist nicht ökumenisch. Bei diesen Besuchen werden ein kleines Geschenk der Pfarrei und ein jährlich neu verfasster Geburtstagsgruß des Pfarrers überreicht. Der Besuchskreis trifft sich regelmäßig mit dem Pfarrer zum Gespräch.
Die Kontakte zwischen Seelsorgern und Caritas und deren verschiedenen Einrichtungen werden sorgfältig gepflegt. So ist es möglich, das Hilfsangebot der Caritas im Bedarfsfall abzurufen und hilfsbedürftige Personen entsprechend zu orientieren. Im Pfarrgebiet angesiedelt ist der sog. Isartaler Tisch. Er ist in Trägerschaft der Caritas. Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben und in den Gemeinden Pullach, Baierbrunn und Solln  leben, werden durch den Isartaler Tisch mit Lebensmitteln, Kleidung und anderen Spenden unterstützt.

Öffentlichkeitsarbeit
Im Pfarrverbandsrat sowie in den Pfarrgemeinderäten wird über Inhalt und Art von Veröffentlichungen beraten. Ein Redaktionsteam trifft sich zur Beratung über Inhalt und Form des Pfarrbriefs, der zwei Mal jährlich erscheint. Bei pfarrlichen Veranstaltungen wird die Presse benachrichtigt. Die Aktualisierung der Homepage des Pfarrverbands geschieht mit Hilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter der  Sachausschüsse und Gruppierungen über das Pfarramt. Ein Mal jährlich erscheint ein Jugendpfarrbrief, der von Jugendlichen der Pfarrjugend und der Ministranten verfasst wird.

Schule
Der Kontakt zu den Schulen geschieht durch die Seelsorger und die Lehrer der Fachschaft Religion der Schulen. Während der Vorbereitung auf Erstkommunion und Firmung werden die Lehrer der betroffenen Jahrgangsstufen über Inhalt und Ablauf des Erstkommunion- und Firmkurses informiert, so dass Abstimmungen zwischen Religionsunterricht und pfarrlicher Vorbereitung vorgenommen werden können.
Schulgottesdienste werden ökumenisch gefeiert in Absprache mit Schulleitungen und den Lehrern der Fachschaft Religion.

Wiederaufnahme in die katholische Kirche
Wer aus der Kirche ausgetreten ist und wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen werden möchte, nimmt Kontakt mit dem Pfarrer auf. In einem Gespräch wird dieser Wunsch nach Wiederaufnahme wohlwollend entgegengenommen. Die entsprechenden Formalitäten, das Gesuch um Wiederaufnahme, werden verfasst und im erzbischöflichen Ordinariat eingereicht.  Die Wiederaufnahme geschieht in der Regel kurzfristig im Rahmen einer schlichten nicht öffentlichen liturgischen Feier.

Weltkirchliches Engagement
Die Pfarrei Hl. Geist pflegt eine Partnerschaft zu Gros Morne (Haiti) und unterstützt dort die Arbeit der im Krankenhaus tätigen Gemeinschaft von Ordensschwestern. Konkret wird diese Partnerschaft durch persönliche Kontakte und durch regelmäßige finanzielle Hilfe. Bewusstseinsbildend ist der Verkauf von Waren zu fairen Preisen aus der Dritten Welt nach manchen Gottesdiensten in Hl. Geist. Die Partnerschaft wird gepflegt durch einen Kreis von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Geldspenden werden über ein Konto der Kirchenstiftung an das Krankenhaus Gros Morne weitergeleitet. Eine Spendenbescheinigung wird ausgestellt.
Die Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit pflegt seit vielen Jahren eine Partnerschaft zu Ayopaya, Bolivien und unterstützt den Dienst der deutschen Ordensfrau Sr. Verena.

Ausblick
Diese Grundlinien des pastoralen Konzepts sind gedacht als Gesprächs- und  Diskussionsgrundlage in den Gremien des Pfarrverbands. Daraus wird sich das Konzept weiterentwickeln gemäß dem Auftrag der Kirche und den Bedürfnissen der Menschen. Im Pfarrverband sind über 200 ehrenamtliche Mitarbeiter, Männer und Frauen, in den verschiedenen Bereichen tätig. Die beiden Pfarreien sind offen für alle Menschen mit ihren vielfältigen Lebens- und Glaubenserfahrungen. Wir versuchen in aller Verschiedenheit das verbindend Gemeinsame zu entdecken. Aufgabe wird sein, die Zeichen der Zeit zu erkennen und zu deuten, und dies ist ein ständiger Prozess. Damit der Glaube Zukunft hat.

Pullach, im Februar 2016

 

Pfr. Wolfgang Fluck